2018: Symposium in Salzburg

23. - 25. Nov. im Mozarteum

Gute Musik? 

Ästhetische Qualitäten von Musik im Unterricht

Ästhetische Urteile sind in der Musik und der Musikpädagogik ein ständiger Begleiter und werden gleichsam unter vielen Gesichtspunkten immer wieder in Frage gestellt. Was ist gute Musik? Auf welcher Grundlage kann sich ein ästhetisches Urteil heute bilden? Lassen sich ästhetische Qualitäten unabhängig vom Lebensumfeld, von der Kultur der Musikhörer/Musiknutzer benennen? Wer urteilt und für wen? Welche Kriterien lassen sich objektiv aber auch rein subjektiv benennen?

 

Es gibt gute Argumente für Musikpädagogen, in der Rede über ästhetische Qualitäten Zurückhaltung zu üben. Aber ohne ein Nachdenken über ästhetische Qualitäten von Musik kommt Musikpädagogik nicht aus. Wir müssen Rede und Antwort stehen, warum wir uns für eine bestimmte Musik in einem Unterrichts- oder auch Konzertkontext entscheiden. Grund genug, den (unsicheren und schwankenden) Boden zu betrachten, auf dem sich die Musikpädagogik nolens volens bewegt.

 

Leo Kestenberg (1882-1962) wollte das Musikleben seiner Zeit aus dessen „Zerklüftung“ herausführen und Ideen für eine übergreifende Entwicklung aller seiner Erscheinungsformen ebenso sehr aufnehmen wie anregen. Viele musikalische und musikpädagogische Entwicklungen erhielten in dieser Zeit entscheidende Impulse. Heute ist die Wertschätzung einer musikalischen Pluralität, die sich zwischen Popmusik, Klassik, zeitgenössischer Musik und Volksmusik  bewegt,  einer  ernsthaften  Auseinandersetzung  mit  Beurteilungskriterien  von Musik gewichen. Damit sind aber die Fragen der ästhetischen Qualitäten von Musik im Unterricht eher brisanter geworden.

 

Die Konferenz, zu der die Universität Mozarteum Salzburg gemeinsam mit der Internationalen Leo Kestenberg Gesellschaft einlädt, will sich den historischen, systematischen und pädagogischen  Aspekten  dieser  Fragestellung  zuwenden.  Einzelne  Themenschwerpunkte werden unter anderem sein: musikpädagogische Konzepte der ästhetischen Erschließung von Musik in der Vergangenheit und Gegenwart, Ästhetik der Popularmusik, Unterrichtsliteratur im Instrumentalunterricht, Neue Musik im Unterricht.

 

Eine Veranstaltung des Department 10 (Musikpädagogik) der Universität Mozarteum Salz-

burg und der Internationalen Leo-Kestenberg-Gesellschaft

Programm

 


Spendenaufruf: Kestenberg-Nachlass sichern und seine Bestände zugänglich machen!

Der Vorsitzende der Internationalen Leo-Kestenberg-Gesellschaft, Prof. Dr. Friedhelm Brusniak, hat zu Spenden aufgerufen, um den Kestenberg-Nachlass in der Tel Aviv University physisch zu sichern und zugänglich zu machen. Das umfangreiche Archiv umfasst einige Tausend Briefe, Manuskripte, Zeitungsartikel und Fotografien. Insbesondere die vielen Briefe auf Durchschlagpapier sowie die Zeitungen sind altersbedingt gefährdet und vom Zerfall bedroht. Auch ist nur ein Teil des Materials als Scan gesichert.

 

 

"Es ist dringend notwendig, den für die Chorforschung, die Musikpädagogik sowie die Erforschung musikalischer Institutionen in Deutschland und in Europa außerordentlich aufschlussreichen Nachlass Kestenberg vor dem drohenden Zerfall zu bewahren", appelliert Friedhelm Brusniak an die Öffentlichkeit.

 

Spenden werden auf das Konto der Internationalen Leo-Kestenberg-Gesellschaft e.V., Kreissparkasse Halle (Westf.) erbeten:

 

 

Konto 3 573 300, BLZ 480 515 80 

 

IBAN: DE43480515800003573300     

BIC: WELADED1HAW  

Stichwort: NACHLASS KESTENBERG 

 

Wenn eine Spenderadresse angegeben ist, stellt die Internationale Leo-Kestenberg-Gesellschaft steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigungen aus.