Rahel Epstein

                                                       Tondokument

Die Schlafforscherin Rachel Epstein wuchs in Jerusalem und Haifa auf. Ihre Mutter war die Historikerin und Bergmann-Schülerin Ruth Kestenberg-Gladstein. Ihre Großeltern lernte sie durch zahlreiche gegenseitige Besuche in Tel Aviv und Haifa als liebevolle Familienmenschen kennen.

Ihren Großvater, Leo, beschreibt sie als einen unverbesserlichen Sozialdemokraten und Optimisten, der immer nach vorne schaute und trotz seiner überaus negativen Erfahrungen im antisemtischen Nazi-Deutschland nicht verbittert war. Die Familie Kestenberg emigrierte 1932 gezwungener Maßen von Berlin nach Prag und 1938 von Prag nach Palästina. - Epstein erzählt aber auch, daß ihr Großvater, Sohn eines jüdischen Kantors, sich erstmals in Israel mit den spirituellen Wurzeln des Judentums zu beschäftigen begann.

Ihre Großmutter, Grete Kestenberg (geb. Kussel), habe ihrem Großvater bis zum Schluß hilfreich zur Seite gestanden. Als dieser erblindete, las sie ihm vor und schrieb seine Korrespondenzen sowie die von ihm diktierten Lebenserinnerungen Bewegte Zeiten. Erst nach dem Tode Leos, 1962, sei die künstlerische Persönlichkeit ihrer Großmutter zum Vorschein getreten. Sie ging nach Haifa, wo sie in der Nähe ihrer Tochter eine kleine Wohnung bezog, trennte sich von allen Möbeln des gemeinsamen Hauses in Tel Aviv und begann, Theater zu spielen und Lieder zu schreiben.


22.7.1945 geboren in Jerusalem, Israel. Sie wächst in Jerusalem und Haifa auf.
1973 - 1979 Forschungsassitstentin, Verhaltensforschung an der Biologischen Abteilung der Medizinischen Fakultät am Technion Institut für Technologie, Haifa, Israel
1979 - 1982 Forschungsassistentin, Neurophysiologische Abteilung, Bnei Zion Hospital, Haifa, Israel
1982 - 1990 Forschungsasstistentin, Schlafforschungslabor, Medizinische Fakultät, Technion Institut für Technologie, Haifa, Israel
1988 B.A. Psychologie, B.A. Honors Program
1990 - 1994 Forschungsassistentin, Forschungszentrum für Arbeitssicherheit und humane Ingenieurarbeit, Technion Institut für Technologie, Haifa, Israel
1994 M.A. Spezialprogramm - Schlafen und Lernen. Cum Laude (Dean's list of honors)
Seit 1994 Senior Forschungsassistentin, Forschungszentrum für Arbeitssicherheit und humanes Engeneering, Technion Institut für Technologie, Haifa, Israel