Zur Vorgeschichte der Kestenberg-Gesellschaft

Von November 2003 bis Mai 2009 widmete sich das sogen. "Kestenberg-Projekt" dem Leben und Wirken Leo Kestenbergs. Bei diesem Projekt handelte es sich um eine Kooperation von Mitgliedern der Universität der Künste Berlin und der Leo Kestenberg Musikschule Berlin, deren großes gemeinsames Ziel die Durchführung eines Internationalen Leo Kestenberg Symposiums in Berlin war. Dieses wurde im Dezember 2005 dank zahlreicher Kooperationspartner im In- und Ausland realisiert, mit Vorträgen, Konzerten, einer Ausstellungseröffnung und einem Zeitzeugenpodium. Neben renommierten Wissenschaftlern, Musikern und Musikpädagogen wurden daher auch zahlreiche Zeitzeugen eingeladen, die Leo Kestenberg noch persönlich kannten. So z.B. folgte der 93-jährige Komponist Josef Tal aus Tel Aviv der Einladung, der Kestenberg noch in Zeiten des Berlins der frühen zwanziger Jahre erlebte.

Von dem erfolgreich durchgeführten Symposium gingen zahlreiche, nachhaltig wirkende Anregungen aus. Es wurden u.a die Ihnen vorliegende Leo Kestenberg Website gestaltet, es erschien ein Buch mit den wissenschaftlichen Beiträgen des Symposiums und es wurde mit der Herausgabe eines Sammelbandes der gesamten Schriften Kestenbergs begonnen. Darüberhinaus kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsarchiv der Universität der Künste und dem Israeli Music Archive der Universität Tel Aviv, es entstand ein reger und lebendiger Schüleraustausch zwischen der Leo Kestenberg Musikschule in Berlin und dem von Kestenberg-Studenten gegründeten Givatayim Konservatorium in Tel Aviv,; und schließlich gewann auch die Idee zur Gründung einer Internationalen Leo-Kestenberg-Gesellschaft konkrete Züge.

Seit 2009 übernimmt nun die Internationale Leo-Kestenberg-Gesellschaft die Aufgaben und Ziele des „Kestenberg-Projektes" und führt sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten fort. Dies betrifft insbesondere die Zusammenarbeit mit der Leo-Kestenberg-Musikschule und dem Universitätsarchiv der Universität der Künste, Berlin (UDK) sowie mit dem Israeli Music Archive der Universität Tel Aviv (TAU).