Zeitzeugen

Rachel Epstein > KOMMENTAR

Die Schlafforscherin Rachel Epstein wuchs in Jerusalem und Haifa auf. Ihre Mutter war die Historikerin und Bergmann-Schülerin Ruth Kestenberg-Gladstein. Ihre Großeltern lernte sie durch zahlreiche gegenseitige Besuche in Tel Aviv und Haifa als liebevolle Familienmenschen kennen.

Ihren Großvater, Leo, beschreibt sie als einen unverbesserlichen Sozialdemokraten und Optimisten, der immer nach vorne schaute und trotz seiner überaus negativen Erfahrungen im antisemtischen Nazi-Deutschland nicht verbittert war. Die Familie Kestenberg emigrierte 1932 gezwungener Maßen von Berlin nach Prag und 1938 von Prag nach Palästina. - Epstein erzählt aber auch, daß ihr Großvater, Sohn eines jüdischen Kantors, sich erstmals in Israel mit den spirituellen Wurzeln des Judentums zu beschäftigen begann.

Ihre Großmutter, Grete Kestenberg (geb. Kussel), habe ihrem Großvater bis zum Schluß hilfreich zur Seite gestanden. Als dieser erblindete, las sie ihm vor und schrieb seine Korrespondenzen sowie die von ihm diktierten Lebenserinnerungen Bewegte Zeiten. Erst nach dem Tode Leos, 1962, sei die künstlerische Persönlichkeit ihrer Großmutter zum Vorschein getreten. Sie ging nach Haifa, wo sie in der Nähe ihrer Tochter eine kleine Wohnung bezog, trennte sich von allen Möbeln des gemeinsamen Hauses in Tel Aviv und begann, Theater zu spielen und Lieder zu schreiben.

 Top
     © 2008 - Leo Kestenberg Projekt
Leo Kestenberg Projekt
148, Bennett Est
Thetford Mines (Québec)
G6G 2R6

Date d'impression : Lundi 6 septembre 2010
Téléphone : (418) 335-3519
Télécopieur : (418) 335-6934
Courriel : info@leo-kestenberg.com
Site Internet : http://www.leo-kestenberg.com/