Zeitzeugen

Jehuda Bacon > KOMMENTAR

Jehuda Bacon, bildender Künstler und Professor emer. der Bildenden Kunst, immigrierte im Jahre 1946 als 16-jähriger aus Prag nach Palästina. Auf Empfehlung des Prager Pädagogen und Humanisten, Premysl Pitter, kam er in Kontakt mit Kestenberg. Bald lernte er diesen als einen älteren Freund und Mentor schätzen. Eine freundschaftliche Beziehung entstand ebenfalls zu Kestenbergs Tochter, Ruth Kestenberg-Gladstein, deren Tochter Rachel er als Babysitter betreute.

Bacon, der den Weg der bildenden Kunst einschlug, hatte von Anfang an eine andere Perspektive auf den Musiker, Musikpädagogen und Musikpolitiker Leo Kestenberg. Als Freund der Familie erlebte er "Prof. Kestenberg" als einen integren Teil im Kreise seiner Schülerinnen und Schüler, aber auch im Kreise seiner nach Palästina emigrierten Freunde.

Zu Kestenbergs Freundeskreis in Palästina zählten u.a. der Verleger Max Brod, der Historiker Hugo Bergmann und die Religions-philosophen Martin Buber und Gershom Sholem. In diesen Kreis war der junge Bacon bereits in Prag eingeführt worden. Nun erhielt er, nicht zuletzt auch dank Kestenbergs Tochter Ruth, erneut Zugang dazu.

Die in diesem Kreisen diskutierten religions- und kunstphilosophischen Themen, wie z.B. die spirituellen Wurzeln des Judentums, sind noch heute von großer Bedeutung für Bacons künstlerisches Schaffen.

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Date d'impression : Mardi 7 septembre 2010
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