Die Wanderausstellung wurde am 1. Dezember 2005 im Rahmen des Leo-Kestenberg-Symposiums eröffnet. Sie porträtiert den faszinierenden und anregenden Musikerzieher und Musikpolitiker mit einer Bilanz seiner Ideen und deren Umsetzung in der heutigen Musikschularbeit. In der Absicht, Menschen aller Altersgruppen zu erreichen, wurde sie als Wanderausstellung für Musikschulen konzipiert.
Dargestellt werden auf 10 miteinander verbundenen Stehtafeln die wichtigsten
Stationen und Schwerpunkte im Leben und Schaffen Kestenbergs mit z.T. großformatigen Reproduktionen von Kunstwerken, Fotos und Dokumenten.
Eine Hör- und Sehstation zeigt Videoaufnahmen mit Zeitzeugeninterviews sowie ausgewählte Sequenzen aus der heutigen Musikschularbeit.
Neben den verschiedenen Lebensstationen Ružomberok, Berlin, Prag und Tel Aviv wird besonders Kestenbergs reformerische Wirken der Berliner Zeit (1918-1932) hervorgehoben:
Die Reform des Musikunterrichts in allen Schulformen
Höhepunkte der Ausstellung sind die Reproduktionen und Faksimiles von Kunstwerken, die Kestenberg darstellen oder ihm gewidmet sind:
Das Gedicht: Leo Kestenberg von Else Lasker-Schüler
Bisher wurde noch keine Farbreproduktion des Kokoschka-Gemäldes publiziert. Wir sind stolz, daß es uns gelungen ist, dieses künstlerisch und historisch wichtige Bild auszustellen.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Archive of Israeli Music, Tel Aviv University, David and Yolanda Katz Faculty of Arts wurde es möglich, bisher unveröffentlichte Fotos von Kestenberg zu zeigen.
Die zusammengestellten Videoausschnitte dokumentieren erstmals Interviews mit Menschen, die Kestenberg in Berlin, Prag oder Israel persönlich erlebten und die heute z.T. selbst bedeutende Künstler sind, wie z.B. der Maler Yehuda Bacon, die Pianistin Edith Kraus, der Pianist Menachem Pressler oder der Komponist Joseph Tal.
Weitere Aufnahmen bieten Einblicke in die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern der heutigen Musikschule, Unterrichtsbeispiele und Konzerte, darunter ein Mitschnitt des Deutschen Symphonie Orchesters mit Kompositionen von Schülern der Leo Kestenberg Musikschule.
Konzeption und Realisation: Andreas Eschen
Gestaltung: sujet-design
Zeitzeugeninterviews: Theda Weber-Lucks und Ann-Kathrin Seidel; Zusammenstellung und Kommentierung: Theda Weber-Lucks
Dokumentation der Musikschularbeit: Dietmar Herriger.
Die Ausstellung ist ein Auftragswerk der Leo Kestenberg Musikschule.
Sie wird derzeit in den Räumen der Leo Kestenberg Musikschule gezeigt: Haus am Kleistpark, Grunewaldstr. 6-7, 10823 Berlin, Tel.030-7560-6967. Öffnungszeiten: Mo-Do 9-12 und 13-15.30 Uhr.